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Sie entdecken, wie das Gehirn Angst reguliert

19.07.2021 um 17:38 MESZ

Wissenschaftler der Universität Bern und des Friedrich-Miescher-Instituts in Basel haben eine Gruppe von Neuronen in der zentralen Amygdala identifiziert, die unsere Angstreaktionen regulieren können. Unter bestimmten Voraussetzungen können sie die negativen Auswirkungen von Angst reduzieren, die zu verschiedenen psychosozialen Störungen wie Angstzuständen führen.

Das Angst Es ist eine primäre Emotion, die bei einer möglichen Gefahr erzeugt wird und die in bestimmten Situationen positiv sein kann, um uns zu schützen. Sie kann jedoch auch durch verzerrte Realitätswahrnehmungen motiviert sein, die ohne reale und konkrete Grundlage extreme Qualen erzeugen. In diesen Fällen kann die Person in tiefe Angstanfälle verfallen und sogar Depressionen erreichen.

In Europa sind etwa 15 Prozent der Bevölkerung betroffen von Angststörungen, erzeugt aus übertriebenen Reaktionen auf Angst, die Traumata, Stress und andere psychische Probleme verursachen. Therapien sind oft wirkungslos, weil ein detailliertes neurobiologisches Verständnis der Angst und ihrer Folgen fehlt.

Die Rolle der Amygdala

Nun haben die für die neue Studie verantwortlichen Schweizer Forscher herausgefunden, dass Neuronen in der zentralen Amygdala Sie sind sehr anpassungsfähig und für die Unterdrückung von Angst unerlässlich: Sie bilden neuronale Mikroschaltkreise, die angstbedingte Reaktionen wie Stress oder Angst verstärken oder reduzieren können.

Die Amygdala des Gehirns besteht aus einer Reihe von Neuronen, die eng miteinander verbunden sind: Sie wirken als Ganzes und lassen eine anatomisch differenzierbare Struktur entstehen. Seine Form ähnelt einer Mandel und integriert das limbische System, eine Gruppe von Strukturen, die Emotionen und Verhalten steuern.

Obwohl bereits bekannt ist, dass die Amygdala eine zentrale Rolle in emotionale Reaktionen wie Angst, die spezifischen Neuronen, die es stoppen könnten und in dem Bereich dieser Struktur, in dem sie sich befanden, waren bisher nicht identifiziert worden. Die Entdeckung liefert weitere Einblicke in die Gehirnmechanismen, die angstinduzierten Reaktionen zugrunde liegen.

Verwandtes Thema: Wir kommen zum Hirnkern der Angst.

Neuronen im Streit

In der Studie, die in der Zeitschrift Nature Communications veröffentlicht wurde, untersuchten Spezialisten das System der Neuronaler „Showdown“ Regulierung der Angst: ein „Push and Pull“-Mechanismus, durch den einige Neuronen das mit der Angst verbundene Gefühl aktivieren und andere es unterdrücken. Wenn das System harmonisch arbeitet, tritt Angst nur dann auf, wenn es wirklich notwendig ist, aber Probleme entstehen, wenn der Mechanismus aus dem Gleichgewicht gerät.

Laut einer Pressemitteilung fanden Wissenschaftler in Tiermodellen heraus, dass es im zentralen Bereich der Amygdala neuronale Mikroschaltkreise gibt, die auf Angst „spezialisiert“ sind. Werden diese Schaltkreise verdrängt oder außer Kraft gesetzt, führen sie zu lang anhaltendem und krankhaftem Angstverhalten. Wenn sie jedoch aktiviert werden, normalisiert sich das Verhalten und Angst tritt nur bei Bedarf auf.

Die Forscher machten diese Entdeckung durch eine Technik namens Optogenetik, die es ermöglicht, einige neuronale Reaktionen durch die Anwendung von Lichtimpulsen zu steuern. Auf diese Weise konnten sie eine Population von Neuronen in der zentralen Amygdala identifizieren, die ein bestimmtes Enzym erzeugt, das dazu bestimmt ist, mit Angst verbundene Empfindungen zu regulieren.

Berücksichtigt man, dass das Ungleichgewicht dieses Systems beim Menschen zu psychosozialen Erkrankungen wie Angst- oder Panikattacken führen kann, soll im nächsten Schritt für diese Spezialistengruppe geprüft werden, ob der bei Tieren nachgewiesene Mechanismus auf die menschliche Umwelt übertragbar ist. Wenn ja, könnten Sie eine Reihe von neue, effektivere Behandlungen gegen diese Art von Pathologien.

Referenz

Zentrale Mikroschaltkreise der Amygdala vermitteln das Aussterben von Angst. Nigel Whittle, Jonathan Fadok, Kathryn P. Macpherson, Robin Nguyen, Paolo Botta, Steffen BE Wolff, Christian Müller, Cyril Herry, Philip Tovote, Andrew Holmes, Nicolas Singewald, Andreas Lüthi und Stephane Ciocchi. Nature Communications (2021) .DOI: https://doi.org/10.1038/s41467-021-24068-x

Foto: Alexandra Gorn auf Unsplash.

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