Start Krypto-Währung EU will bis 2024 anonyme Krypto-Wallets verbieten

EU will bis 2024 anonyme Krypto-Wallets verbieten

Die Europäische Kommission (EC), die Exekutive der Europäischen Union (EU), hat heute einen neuen Vorschlag bestätigt, der eine strengere Regulierung von anonymen Kryptowährungs-Wallets und -Transaktionen fordert.

Anfang Juli deuteten Leckberichte darauf hin, dass die Kommission mit einem härteren Vorgehen vorgehen würde. Die heutige Ankündigung bestätigt es.

Laut dem Dokument hat die Kommission vorgeschlagen, Unternehmen, die den Transfer von Bitcoin und anderen Kryptos ermöglichen, zu verpflichten, verschiedene personenbezogene Daten von Absendern und Empfängern zu sammeln. Theoretisch soll dies den Strafverfolgungsbehörden helfen, Geldwäsche zu bekämpfen.

„Die heutigen Änderungen werden die vollständige Rückverfolgbarkeit von Übertragungen von Krypto-Assets wie Bitcoin gewährleisten und die Verhinderung und Aufdeckung ihrer möglichen Verwendung für Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung ermöglichen“, sagte die Kommission in ihrer Pressemitteilung. „Darüber hinaus werden anonyme Krypto-Asset-Wallets verboten, wodurch die EU-AML/CFT-Regeln vollständig auf den Krypto-Sektor angewendet werden.“

Im Wesentlichen schlug die Kommission vor, die sogenannte „Reiseregel“ auch auf Krypto-Transaktionen auszuweiten, um diese besser nachvollziehbar zu machen. Die Regel selbst wird bereits auf Überweisungen in der EU angewendet und ist Teil der Empfehlungen der Financial Action Task Force.

Nach dem Vorschlag der Kommission müssen Unternehmen, die Kryptotransaktionen verarbeiten, Namen, Adressen, Geburtsdaten, Kontonummern und Namen der Empfänger erfassen. Natürlich können Krypto-Enthusiasten ihre anonymen Krypto-Adressen für solche Überweisungen nicht eingeben.

Inzwischen sind anonyme Bankkonten in der EU bereits verboten, um Geldwäsche einzudämmen.

„Diese Vorschläge wurden entwickelt, um das richtige Gleichgewicht zwischen der Bewältigung dieser Bedrohungen und der Einhaltung internationaler Standards zu finden, ohne dabei eine übermäßige Regulierungslast für die Branche zu verursachen“, heißt es in dem Dokument.

„Im Gegenteil, diese Vorschläge werden der EU-Krypto-Asset-Industrie helfen, sich zu entwickeln, da sie von einem aktualisierten, harmonisierten Rechtsrahmen in der gesamten EU profitieren wird“, schloss die Kommission.

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