Start Krypto-Währung Bitcoin fällt zum ersten Mal in einem Monat unter 30.000 US-Dollar

Bitcoin fällt zum ersten Mal in einem Monat unter 30.000 US-Dollar

In Kürze ist Bitcoin zum ersten Mal seit mehreren Wochen unter 30.000 US-Dollar gefallen. Mehrere Indikatoren, darunter eine geringere Nachfrage, die Freigabe von GBTC-Aktien in Graustufen und eine erneute Aufmerksamkeit der Aufsichtsbehörden, könnten zu dem jüngsten rückläufigen Impuls beigetragen haben.

Bitcoin wird derzeit bei 29.766 USD gehandelt, dem niedrigsten Wert der Kryptowährung seit dem 22. Juni. In der vergangenen Woche ist der Preis von Bitcoin um fast 10 % gefallen.

Mehrere Marktindikatoren aus dem Internet enthüllen einige der neuesten Preisaktionen von heute.

Zum einen gibt es heutzutage weit weniger Nachfrage nach Bitcoin als im April und Mai, als der breitere Markt nur anstieg. Laut Datenaggregator Glassnode begleicht das Netzwerk nun ein Drittel des Geldes im Vergleich zu damals.

Der Geldbetrag, der im Bitcoin-Netzwerk abgewickelt wird. Quelle: Glassnode

An anderer Stelle hat der Grayscale Bitcoin Trust (GBTC) damit begonnen, Aktien massenhaft auf den Markt zu bringen. Es wird erwartet, dass Grayscale diesen Monat rund 31.900 GBTC-Aktien freischalten wird.

Der „Graustufeneffekt“ bei Bitcoin

Die GBTC-Aktie versucht, die Preisentwicklung der führenden Kryptowährung zu verfolgen. Und es ist die Struktur dieser Aktien, von der einige Experten sagen, dass sie Volatilität bei Bitcoin erzeugt.

Wohlhabenden Anlegern werden Privatplatzierungen für GBTC angeboten, wonach sie Grayscale entweder Bitcoin oder Dollar für einen entsprechenden Betrag von GBTC geben. Jede Aktie entspricht ungefähr 0,001 Bitcoin. Diese Aktien können dann auf so ziemlich jedem Sekundärmarkt wie Fidelity oder Interactive Brokers verkauft werden.

Die Inhaber dieser Aktien können ihre neu geprägten GBTC jedoch erst nach Ablauf eines Zeitraums von sechs Monaten verkaufen.

Historisch gesehen war diese Wartezeit kein Problem; GBTC wurde fast immer mit einer Prämie über dem zugrunde liegenden Vermögenswert gehandelt, so dass die Münzer nach sechs Monaten eine saftige Summe einstecken können. Diese Prämie ist als „Graustufen-Prämie“ bekannt geworden und war einst einer der „Shoo-in-Trades“ des Marktes.

Es ist auch zu einem Proxy für ein breiteres institutionelles Interesse an Bitcoin geworden. Traditionellen Anlegern und Hedgefonds ist es entweder unangenehm, echte Kryptowährungen in ihren Büchern zu halten, oder sie sind einfach nicht erlaubt. GBTC bietet hierfür eine Problemumgehung und bietet dennoch ein ähnliches Preisrisiko. Cathie Woods ARK Invest hat beispielsweise 2021 haufenweise dieses Produkt aufgekauft.

Heutzutage ist dieser Handel jedoch weit weniger interessant, da die Prämie versiegt ist und ein satter Rabatt von 13,45 % an seine Stelle getreten ist. Dies bedeutet, dass es jetzt günstiger ist, GBTC als BTC zu kaufen.

Violettes Diagramm mit Premium- und Discountpreisen für GBTC. Die GBTC-Prämie hat sich seit Februar dieses Jahres verjüngt und ist gesunken. Quelle: Ycharts

Dies ist natürlich mit Vorsicht zu genießen. Es ist immer noch umstritten, ob diese Aufschlussereignisse streng bärisch oder bullisch sind. Dennoch wird erwartet, dass diese Ereignisse, insbesondere ein so großes, Volatilität auf den Markt bringen.

Willy Woo, ein On-Chain-Analyst, hat der Veranstaltung zwei Seiten geliefert. Der rückläufige Fall ist ein Fall, in dem Anleger es vorziehen, das vergünstigte GBTC-Produkt zu kaufen und den Kaufdruck von Bitcoin „umzulenken“.

Bitcoin-Miner, regulatorische Störung

Auch die umfassendere Erschütterung des Bergbaus in den letzten Monaten ist nicht von der Hand zu weisen. Mittlerweile gibt es in China insgesamt sechs Provinzen, die das Verbot des Bitcoin-Minings bestätigt haben. Das Durchgreifen wurde im Einklang mit den Ambitionen des Landes durchgeführt, seine Klimaziele zu erreichen (und, wie einige argumentieren, einen dezentralisierten Konkurrenten des digitalen Yuan des Landes zu beseitigen).

In der Zwischenzeit haben Aufsichtsbehörden auf der ganzen Welt die Branche ins Visier genommen, angefangen mit der volumenmäßig größten Kryptowährungsbörse Binance. Großbritannien, Italien, Japan und die Kaimaninseln haben bereits strengere Beschränkungen für die Börse eingeführt, wenn nicht sogar ihre Nutzung blockiert.

Bei so vielen bärischen Nachrichten summiert sich der jüngste Absturz unter 30.000 US-Dollar. Es bleibt jedoch abzuwarten, wie lange dieser rückläufige Bitcoin-Trend anhält.

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